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Trennung - ja oder nein?

Eine Orientierungshilfe, wenn du feststeckst. 

Warum diese Entscheidung so schwer ist

Wenn du diese Seite gefunden hast, denkst du vermutlich schon länger über eine Trennung nach.

Vielleicht seit Monaten. Vielleicht immer wieder. Und trotzdem gibt es keinen Moment, an dem du sagen kannst: Jetzt weiß ich es.

 

Stattdessen kreist alles; Gedanken, Gespräche, Zweifel und die Frage, wie lange man das noch aushält.

An manchen Tagen scheint eine Trennung unausweichlich, an anderen fühlt sie sich falsch an. Gerade diese Mischung aus Verbundenheit und Erschöpfung macht Entscheidungen so schwer.
Du schwankst zwischen Hoffnung, Erschöpfung, Schuldgefühlen und der Angst, eine Entscheidung zu treffen, die du später bereuen könntest.

Warum diese Frage so belastend ist

Eine Trennungsentscheidung ist selten eine rein rationale Frage. Es geht nicht nur um die Beziehung, sondern um Bindung, gemeinsame Geschichte, Verantwortung, Gewohnheit, Trauer - und oft auch um das eigene Selbstbild.

 

Viele Menschen denken: Wenn es wirklich schlimm wäre, wüsste ich es doch, aber so funktioniert es meist nicht. Gerade dann, wenn noch Gefühle da sind, wenn es Phasen gibt, in denen es „eigentlich ganz okay“ ist, wird die Entscheidung besonders schwer. Hinzu kommt der innere Druck, es richtig machen zu wollen:

für sich selbst, für den Partner oder die Partnerin, für Kinder, für das Umfeld. Das lähmt und führt dazu, dass man innerlich feststeckt.
 

Das fühlt sich dann in etwa so an:

  • dieselben Gedanken kommen immer wieder

  • Gespräche mit Freund*innen bringen kurzfristig Entlastung, aber keine neue Richtung

  • du wünschst dir, jemand würde dir sagen, was richtig ist – und hast gleichzeitig Angst davor

  • du schiebst die Entscheidung vor dir her, obwohl sie innerlich ständig präsent ist

  • du hast das Gefühl, dass Stillstand genauso belastend ist wie eine Trennung

 

Feststecken heißt nicht, dass du unfähig bist, Entscheidungen zu treffen. Es heißt meist nur, dass zu viele widersprüchliche Dinge gleichzeitig wirken.

Warum Pro- und Contra Listen selten weiterhelfen

Die meisten Menschen haben ihre Argumente längst gesammelt und wissen, was für eine Trennung spricht – und was dagegen, aber trotzdem entsteht keine Klarheit. Das liegt daran, dass Entscheidungen wie diese nicht am fehlenden Denken scheitern, sondern an inneren Konflikten:

an Loyalitäten, an Angst, an Hoffnung, an dem Wunsch, niemanden zu verletzen,  Pro-und-Contra-Listen sortieren Gedanken, aber sie lösen keine inneren Spannungen. Sie erklären nicht, was jetzt dran ist.

Trennung ist nicht die einzige Entscheidung

Oft ist die eigentliche Frage nicht sofort: Gehen oder bleiben, sondern zum Beispiel:

 

  • Wenn sich nichts verändert, was bin ich bereit, weiter zu tragen – und was nicht mehr?

  • Was müsste sich verändern, damit ein Bleiben ehrlich wäre?

  • Welche Illusionen halte ich aufrecht?

  • Was würde passieren, wenn ich mir selbst gegenüber klarer wäre – unabhängig vom Ausgang?

 

Manchmal wird aus dieser Klärung eine Trennung, manchmal aber auch eine andere Haltung.

Und manchmal ein nächster Schritt, der vorher nicht sichtbar war.

 

Klarheit entsteht selten durch mehr Nachdenken oder Freund*innen fragen. Sie entsteht, wenn Gedanken sortiert werden dürfen, Widersprüche nebeneinander stehen können und der Druck, sofort zu wissen, was richtig ist, nachlässt.

Oft reicht es, einen Raum zu haben, in dem alles ausgesprochen werden darf – ohne Bewertung, ohne schnelle Lösungen, ohne Erwartungen.

Nicht um eine Antwort zu erzwingen, sondern um wieder handlungsfähig zu werden.

Wenn du diese Frage nicht länger allein sortieren willst

Ich arbeite mit Menschen, die an genau diesem Punkt stehen:

Sie wollen keine schnellen Ratschläge, aber auch nicht monatelang im Kreis denken.

Es geht nicht darum, dir zu sagen, was du tun sollst, sondern darum, gemeinsam zu sortieren, was gerade wirklich relevant ist – und was nicht.

 

In einer Entscheidungssitzung steht nicht die „richtige“ Lösung im Vordergrund, sondern Orientierung, Entlastung und ein klarerer Blick auf den nächsten Schritt.

Wenn du merkst, dass du mit dieser Entscheidung allein nicht weiterkommst,
kannst du hier einen Termin buchen.

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